Systemischer Gedanke

Systemtherapie sieht den Menschen im Kontext seines gesamten
Lebens, mit seinen Beziehungen, in seiner Wohnumgebung und
Arbeit, in seiner geschichtlichen Entwicklung. Systemische Therapie
und Beratung begreift menschliches Handeln als ein Handeln in
sozialen Systemen. Wir bewegen uns in unterschiedlichen Systemen
als Familie, als Paar, als Kollegenkreis am Arbeitsplatz und viele
mehr.

Da wir uns ständig in sozialen Bezügen bewegen, kann unser
Handeln und unser Erleben nicht unabhängig voneinander gesehen
werden. Wir beeinflussen uns ständig gegenseitig. Dadurch bilden
sich mit der Zeit ganz unbewusst Verhaltens- und Interaktionsmuster
aus, die nach festen Regeln funktionieren, von den Beteiligten aber
meist nicht erkannt werden.

Daher ist nicht nur die Entstehung von Schwierigkeiten und Problemen
im sozialen Miteinander zu suchen, sondern auch deren Lösung.
Deshalb werden in der systemischen Therapie alle Beteiligten
eines Systems (z.B. einer Familie) in die Therapie mit einbezogen.
Dies kann in der Weise geschehen, dass alle an den Sitzungen
teilnehmen oder dass der Einfluss aller am System Beteiligten
beachtet und thematisiert wird, beispielsweise indem wir
Hypothesen über deren Verhalten oder Denken überlegen.


Arbeitsweise in der systemischen Therapie

In der systemischen Therapie und Beratung wird also nicht der
Einzelne als "gestört", als krank oder gar als Schuldiger angesehen,
sondern die in einem System vorherrschenden Sichtweisen,
Interaktionsmuster, Ideen oder inneren Bilder, die nicht oder nicht
mehr funktional sind, werden mit der Entstehung der vorhandenen
Schwierigkeiten und Probleme in Verbindung gebracht. Indem diese
Interaktionsmuster, Ideen oder inneren Bilder, die in der Regel
nicht bewusst sind, sichtbar gemacht werden, entsteht die
Möglichkeit von Veränderung. In den Sitzungen soll dieses Erkennen
und Sichtbarmachen erarbeitet werden. Um den Veränderungs-
prozessen im System Zeit zu geben, sind die Abstände zwischen den
einzelnen Sitzungen relativ gross, in der Regel 2 – 4 Wochen.


Kurzzeitberatung oder Psychotherapie?

Jeder Mensch ist verschieden und Hilfe sollte genau auf die Person
zugeschnitten sein. Sie selber entscheiden, was Sie brauchen: eine
länger dauernde Psychotherapie für Sie allein oder eine
lösungsorientierte Kurzzeitberatung.


Phasische Systemtherapie

Ich arbeite nach den Grundsätzen der phasischen Systemtherapie
von Dr.Carole Gammer
. Die amerikanische Psychologin hat mit vielen
der grossen Familientherapeuten persönlich zusammengearbeitet.
Daraus hat sie ihr eigenes Familientherapie-Modell entwickelt.
Die Phasische Paar- und Familientherapie ist eine Synthese
verschiedener wirkungsvoller Techniken der Systemtherapie und hat
sich seit der 70er Jahre als eigenständige Behandlungsmethode
etabliert. Sie vereinigt wissenschaftlich überprüfte und fachlich
erprobte Therapiemethoden des systemischen, kognitiv-behavioralen,
psychodynamischen und personenzentrierten Modells.
Sie lässt sich bei unterschiedlichen klinischen Störungsbildern und
in verschieden therapeutischen Settings anwenden. Im Zentrum des
Prozesses steht das Erleben eigener Muster und Verstrickungen. Die
Arbeit ist lösungsorientiert und zielt auf die konkrete
Handlungsverbesserung im Alltag des Zusammenlebens.

Speziell an der phasisch-systemischen Therapie ist die Kombination
folgender vier Merkmale:



Kosten

Bei psychologischen (nicht-ärztlichen) Einzelpsychotherapien sind Kostenbeteiligungen über Zusatzversicherungen der Krankenkassen möglich. Dabei variiert die Höhe der Beiträge je nach Kasse und Versicherungsmodell. Informieren Sie sich bitte direkt bei Ihrer Krankenkasse, welchen Teil der Kosten und zu welchen Bedingungen diese übernimmt. Ich bin im Besitz der kantonalen Praxisbewilligung und als Psychotherapeutin bei Santésuisse (Schweizer Krankenversicherer) und der IV (Bundesamt für Sozialversicherunen) anerkannt.

Im Falle eines vorangegangenen Unfall- oder Traumageschehens besteht zudem gemäss Opferhilfegesetz (OHG) die Möglichkeit, eine Kostenbeteiligung zu beantragen. Erkundigen Sie sich dazu bei der kantonalen Opferberatungsstelle.

Die vereinbarten Termine sind verbindlich. Bei vergessenen oder nicht abgesagten Sitzungen (mind. 24h vor dem vereinbarten Termin) muss leider das übliche Honorar verrechnet werden.